Fachinformation: F- oder G-Verglasung bei Feuerschutzabschlüssen im Tunnel

Tunnel-Fluchtwegstüren mit F90-Verglasung
03 Jul 2016

Anforderungen an Sichtfenster/Verglasung in Tunnelbauwerken für feuerwiderstandsfähige Fluchttüren, Notrufkabinentüren und SOS-Kabinen

Gemäß „Richtlinien für Ausstattung und Betrieb von Straßentunneln“ (RABT) und „Technischen Lieferbedingungen und Technischen Prüfvorschriften für Türen und Tore in Straßentunneln“ (TL/TP TTT):

»3 Anforderungen (TL/TP TTT, Teil 5 Abschnitt 4)
3.2 Feuerschutz
(1) Türen müssen die Anforderungen einer Einstufung in die Feuerwiderstandsklasse T 90 (DIN 4102-5 bzw. EN 1634-1) erfüllen.«

Definition und Begrifflichkeit gemäß DIN 4102-5

»Verglasungen der Feuerwiderstandsklasse F müssen alle an raumabschließende Wände der entsprechenden Feuerwiderstandsklasse gestellten Anforderungen erfüllen – insbesondere auch den Durchtritt der Wärmestrahlung verhindern – «

 

Trennung von Brand- und Rauchabschnitten

beispiel-tunnel-fluchtwegstuer

Praxisbeispiel: Tunnel-Fluchtwegstür PRIODOOR FW TUN mit F-Verglasung (F90) zur Abtrennung von Brandabschnitten

 

Funktionserhalt elektrischer Sicherheitsanlagen im Brandfall

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Praxisbeispiel: Tunnel-Notrufkabine PRIOBAY TUN mit F-Verglasung (F90) zum Schutz der dahinterliegenden Sicherheits-Kommunikationsanlage

 

DIN 4102 Teil 5 und 13

Vergleich Signet F-Verglasung

F-Verglasung

Signet G-Verglasung

G-Verglasung

„Als F-Verglasungen gelten lichtdurchlässige Bauteile in senkrechter, geneigter oder waagerechter Anordnung, die dazu bestimmt sind, entsprechend ihrer Feuerwiderstandsdauer nicht nur die Ausbreitung von Feuer und Rauch, sondern auch den Durchtritt der Wärmestrahlung zu verhindern.“ „Verglasungen der Feuerwiderstandsklassen G sind alle lichtdurchlässigen Bauteile in Wänden, die dazu bestimmt sind, entsprechend ihrer Feuerwiderstandsklassen nach zwar den Flammen- und Brandgasdurchtritt, nicht aber den Durchtritt der Wärmestrahlung verhindern.“
DIN 4102 Teil 13, Tabelle 3 Anforderungen an Brandschutzverglasungen
Brandbeanspruchung nach Einheits-Temperaturzeitkurve (ETK)
1. Verglasung darf unter Eigenlast nicht zusammenbrechen
2. Durchgang von Feuer und Rauch muß verhindert werden
3. Verglasung muß als Raumabschluß wirksam bleiben
– keine Flammen auf der feuerabgekehrten Seite
– angehaltener Wattebausch darf nicht zünden oder glimmen.
4. Die vom Feuer abgekehrte Oberfläche darf sich um nicht mehr,als 140 K (Mittelwert) bzw. 180 K (größter Einzelwert) erwärmen.
Fazit Nur eine F-Verglasung erfüllt die Vorgaben als Feuerschutzabschluss laut DIN 4102 und ist damit für die Nutzung, gemäß RABT und TL/TP TTT, zulässig in Straßentunneln. Eine G-Verglasung erfüllt die Vorgaben für einen Feuerschutzabschluss nicht!
Eine Nutzung der G90 Verglasung in Verbindung mit einer Brandschutztür T90 in Straßentunneln die gemäß RABT und
TL/TP TTT ausgeführt werden sollen, ist nicht zulässig!

 

Die F90-Verglasung kommt in allen PRIORIT Produkten für den Tunnelbereich zum Einsatz

Hier gelangen Sie zu den PRIORIT Produkten für den Tunneleinsatz

Download Fachinformation F- oder G-Verglasung

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PRIORIT Blog Team